Kodak Gold 200 – Impressionen

Nach verschiedenen Quellen im Internet reichen die Wurzeln des Kodak Gold 200 bis in die Anfangszeit der Kodak Farbnegativfilme Anfang der 40-er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Die aktuelle Version des Kodak Gold 200 basiert auf dem Kodakcolor-VR 200 welcher Anfang/Mitte der 80-er Jahre auf den Markt kam. Vertrieben wird der Kodak Gold 200 heute wie alle Kodak (Consumer+Professional) Filme von Kodak alaris.

Laut dem Kodak Gold 200 Datenblatt ist der …

KODAK GOLD 200 Film (is) a low-speed color negative film that offers an outstanding combination of color saturation, fine grain, and high sharpness.

Tatsächlich erinnern die recht opulenten und satten Farben des Films zuweilen an Urlaubs-Aufnahmen aus den 70-er und 80-er Jahren aus Italien und Spanien. Und wie bei Kodak üblich hat auch der Gold eine Tendenz zu wärmeren Farben, Gelb und Orange.

Das Korn ist präsent und bei Vergrößerungen ab A5 bereits und bei A4 gut sichtbar, die Schärfe ist auch gut aber nicht überragend. Im direkten Vergleich zum Kodak Ektar 100 Professional schneidet letzterer deutlich besser ab was Feinkörnigkeit und Schärfe anbelangt. Der Kodak Gold 200 vermittelt einen ganz klassischen analogen (Film-)Eindruck während der Kodak Ektar 100 geradezu digital herüber kommt und sein wahres analoges ‚Ich’ erst bei höheren Vergrößerungen offenbart. Berücksichtigen muss man dabei allerdings, dass man Stand heute drei Kodak Gold zum Preis von einem Kodak Ektar erhält.

Positiv beim Kodak Gold 200 ist, dass er recht tolerant auf Über- und Unterbelichtungen reagiert. Lichter brennen nicht schnell aus und auch die Schattenzeichnung ist beim Kodak Gold 200 sehr gut. An meinen Kameras verwende ich ihn meist mit der (empfohlenen) Einstellung von ISO 200. Im Gegensatz dazu will ein Kodak Ektar 100 genauer belichtet sein und reagiert auf Abweichungen stärker als der Kodak Gold.

Und in der Praxis

Ich persönlich setzte den Kodak Gold 200 mittlerweile recht gern bei Familienausflügen ein oder wenn ich ‚im Vorbeigehen‘ fotografiere. Wenn ich geziehlt und geplant Motive farbig fotografieren möchte kommt hingegen i.d.R. der Kodak Ektar 100 zum Einsatz.

Die Negative sind leicht scannbar mit meinem Konica Minolta Dimage Scan Elite 5400 II Filmscanner. Bei Farbnegativfilmen kann die ICE Staub- und Kratzer-Entfernung verwendet werden was die Weiterverarbeitung stark vereinfacht. Bei dieser klassischen Emulsion liefern die Standard-Einstellungen des Filmscanner ad hoc sehr gute Ergebnisse die kaum noch einer Nachbearbeitung bedürfen. Üblicherweise scanne ich Kodak Gold 200 Negative mit max. 4200 dpi, höhere Auflösungen am Filmscanner bringen bei diesem Film keine weiteren Details zu Tage, im Gegensatz zum Kodak Ektar 100 wo ich mit vollen 5400 dpi tatsächlich noch mehr Details aus dem Negativ extrahieren kann.

Größtes Manko bei diesem Film ist die lange Laufzeit wenn man den Film z.B. in einer Drogeriekette entwickeln lässt. Bei mir dauert die Entwicklung eines Films mittlerweile tlw. mehr als drei Wochen was mir persönlich fast zu lang ist. Spezialisierte Labore mögen hier schneller sein aber inkl. Hin- und Rückversand ist dies aus Kostengründen bei diesem günstigen Film nicht mehr wirklich sinnvoll. Eine weitere Alternative wäre noch die C41 Heimentwicklung von Farbnegativfilmen.

Links

[1] Kodak Gold 200 Datasheet

[2] FILM REVIEW BLOG NO. 67 – KODAK GOLD 200

[3] Film Review: Kodak Gold 200

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