Nach 40 Jahren brauchte die Kamera aber intensive Zuwendungen, Reinigung inkl. neue Lichtdichtungen und Spiegeldämpfer. Nach gut zwei Stunden Aufwand stand sie dann vor mir, soweit voll funktionsfähig, geladen mit einem Kentmere 100.
Der erste Film ging dann bis Bild 31 geschmeidig durch, dann starb die Kamera den ‚FG Tod‘, d.h. zwei LEDs des Belichtungsmessers (1/125 und 1/60) blinken permanent, Belichtungsmessung ist nicht mehr möglich, der Auslöser arbeitet immer mit 1/90. Diesen Zustand hat die FG sonst nur am Filmanfang bevor das Bild mit der Nummer ‚1‘ erreicht wurde. Die FG hat hier einen Schalter der erst mit dem Erreichen von Bild Nummer ‚1‘ den Belichtungsmesser und Auslöser frei schaltet und dieser Schalter war nun defekt.
Das hätte nun auch schon das Ende der Geschichte sein können.
Ich hatte nun die Wahl das Thema zu vergessen, mir eine weitere FG zu kaufen, mglw. in schlechterem Zustand mit demselben (potentiellen) Problem oder meine zu reparieren. Ich entschied mich für letzteres, zu verlieren war eh nichts mehr.
Zum Glück ist die Reparatur verhältnismäßig einfach. Den Kameradeckel entfernen und eine Brücke löten um den o.g. Schalter zu überbrücken, fertig. Soweit die Theorie.


Nun denn, nach gut 45 Minuten war die Operation überstanden und der Patient anschließend wieder wohlauf. Der Belichtungsmesser funktioniert nun immer auch bei Bildnummern vor ‚1‘, d.h. ggf. habe ich eine um ein oder zwei Bilder höhere Ausbeute pro Film.
Passend zur FG hat sich mittlerweile auch noch ein Nikon Series E 50/1.8 eingefunden. Die Abbildungsqualität ist ähnlich gut wie die von meinem Nikkor 50/1.4.

Der erste Film ist nun durch und entwickelt (Kentmere 100 in FX39II). Die Ergebnisse passen, die Kamera funktioniert in allen Modi einwandfrei 🙂
Einen ganz guten Artikel über die FG zum Weiterlesen gibt es im Netz im Übrigen z.B. unter alexluyckx.com.
Und hier noch einige Ergebnisse des ersten Films.





