AgfaPhoto APX 100 + 400 Impressionen

Nachdem ich in den letzten Wochen einige Rollen Fomapan 100 geschossen hatte wurde ich in örtlichen Drogeriemärkten auf die AgfaPhoto APX 100 und APX 400 Schwarzweiß Filme aufmerksam. Da Filme von Agfa seinerzeit einen durchaus guten Ruf hatten, die Produktion aber 2005 nach der Insolvenz eingestellt wurde war ich sehr gespannt auf diese neuen Filme.

Bei diesen Filmen handelt es sich nicht um die orginalen APX Filme von Agfa sondern um neuere Varianten die vor einigen Jahren eingeführt worden sind und heute von Lupus Imaging & Media GmbH Co. KG vertrieben werden. Im Netz findet man zahlreiche Hinweise, dass diese neuen Agfa-Filme auf den Kentmere 100 & 400 Filmen von Harman Technology basieren welche auch die Ilford Filme produzieren.

Belichtet habe ich die APX 100 in meiner FM2n mit verschiedenen Festbrennweiten (28/50/135 mm) und den APX 400 in einer Olympus μ Zoom. Beide wurden in Rodinal 1+50 entwickelt bei 20°C wobei ich die Entwicklungszeiten geringfügig kürzer ausgelegt hatte als im Datenblatt angegeben.

Beide Filme ließen sich einfach verarbeiten, bereiteten keine Schwierigkeiten beim Einspulen in die Spirale und insbesondere der APX 100 zeigte sehr ansehnliche Ergebnisse, sehr schöne Grauwerte, keine Tendenz zu ausgebrannten Lichtern wie der Fomapan 100 und eine bessere Abstufung der Tonwerte.

APX 100 – 50 mm

Bei genauerer Betrachtung scheint der APX 100 geringfügig körniger zu sein als der Fomapan 100 aber immer noch feinkörniger als der z.B. der Ilford FP4 so dieser in Rodinal entwickelt wurde.

APX 100 – 50 mm

Auch die erreichbare Schärfe ist gut für diesen doch noch recht preisgünstigen Film.

APX 100 – 50 mm

Nach diesen doch recht guten Ergebnissen war ich gespannt auf den APX 400. Fotografiert mit einer vollautomatischen Olympus μ Zoom 115 (38 mm .. 115 mm / F 4,5 .. 9,7), einer AF Kamera inkl. DX Code Erkennung. Wohlwissend, dass generell 400 ISO Filme in Rodinal kein besonders gutes Bild abgeben hinsichtlich der Körnigkeit waren meine Erwartungen nicht zu hoch zumal aufgrund der vollautomatischen Kamera Blende, Belichtungszeit und Fokussierung nicht beeinflusst werden konnte.

APX 400 in Olympus μ

Insbesondere in ruhigeren und gleichmäßigeren Bildern z.B. mit viel Himmel zeigt sich das Korn des 400 ISO Films im Vergleich zum APX 100 doch recht deutlich.

APX 400 in Olympus μ

Auf der anderen Seite hält der 400 Film die Belichtungszeiten bei der nicht gerade lichtstarken Olympus μ kurz was die Verwacklungsgefahr insbesondere bei ausgefahrenem Zoom reduziert. Bei strukturierteren Motiven bzw. bei viel Textur im Motiv fällt dann das Korn auch nicht so unangenehm auf. Abzüge größer als 13 x 18 cm werden mit diesem Film aber nur in Ausnahmen eine gute Figur machen.

APX 400 in Olympus μ

Im Vergleich zum Fomapan 100 halte ich beide Filme für sehr gut geeignet insbesondere für Anfänger. Belichtet und entwickelt nach Standard in einem einfachen Entwickler wie Rodinal führen sie zu guten Ergebnissen, insbesondere steilen die Filme nicht auf was ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Fomapan 100 ist. Da ist das leicht gröbere Korn verschmerzbar. Die Verarbeitung im Labor ist zudem einfach, andere Filme leisteten da deutlich mehr Widerstand beim Einspulen in die Entwicklungsspirale.

Hier nun noch eine Auswahl an Bildern erstellt mit APX 100 und APX 400 welche das Potential der Filme gut zeigen.

APX 100
APX 100
APX 100
APX 100 – 28 mm mit Gelbfilter
APX 400 im Morgennebel
APX 400 im Morgennebel

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